Das Vorstellungsgespräch

Egal, ob du dich um ein Praktikum, eine Ausbildungsstelle oder eine Arbeitsstelle bewerben willst: Ausschlaggebend für deine   Einstellung ist letztlich deine Persönlichkeit. Diese kann in der schriftlichen Bewerbung zum Ausdruck kommen oder im Telefongespräch. Für viele Unternehmen gilt jedoch nach wie vor: Es geht nichts über einen persönlichen Eindruck im Vorstellungsgespräch! Damit dieser Eindruck möglichst positiv ist, solltest du die folgenden Dinge beachten:

Eine sorgfältige Vorbereitung ... ist beim Treffen mit dem Personalchef oder bei kleineren Betrieben oft mit dem Chef persönlich die halbe Miete. Sie verschafft dir Sicherheit und lässt dich bei deinem Gesprächspartner souverän erscheinen. Du  solltest bedenken, dass dein Gesprächspartner solche Gespräche mit Sicherheit schon häufiger geführt hat und daher schon eine Reihe von Fragen parat hat, zu denen du direkt und sofort Rede und Antwort stehen musst.

Bereite dich daher besonders intensiv auf das Gespräch vor. Beachten dabei folgende Tipps:

Zum Beispiel:
Welche Art von Praktikum möchtest du machen?
In welchem Beruf oder Bereich?
Wie lange soll das Praktikum dauern?
Wann genau soll das Praktikum stattfinden?
Warum möchtest duie gerade in diesem Beruf ein Praktikum machen?
Warum möchtest du gerade in diesem Betrieb ein Praktikum machen?
Welche Schule/Klasse besuchst due?
Welchen Schulabschluss beabsichtigst du?
Was ist dein späterer Berufswunsch?
Welche Interessen, Hobbies, Talente und Fähigkeiten hast du, die zu diesem Praktikum passen würden?

Zum Beispiel:
Wie sieht das Praktikum aus?
Wo werde ich überwiegend eingesetzt?
Muss ich vor dem Praktikum eventuell eine Bescheinigung über die Belehrung durch das Gesundheitsamt oder den Nachweis über bestimmte Impfungen vorlegen? (Wichtig z.B. für Praktika in Krankenhäusern, Kindergärten, Tierarztpraxen)
Brauche ich eine Sicherheitsausrüstung, die nicht vom Praktikumsbetrieb gestellt wird? (Sicherheitsschuhe müssen z.B. häufig selbst mitgebracht werden, während der Rest der Sicherheitsausrüstung meistens vom Betrieb gestellt wird.)

Pünktlichkeit ... ist eine Tugend, die Chefs und Personalleiter zu schätzen wissen. Sei also pünktlich, komme aber nicht in letzter Sekunde!

Kleider ... machen Leute. Suche deine Kleider am Tag des Vorstellungsgesprächs also um Himmels Willen nicht mit dem Gedanken „Ist ja nur ein Praktikum" aus! Kleide dich ordentlich und dem Beruf angemessen, den du ausgewählt hast Verzichte also auf die ausgefransten Jeans und das großkarierte Holzfällerhemd, wenn du ein Gespräch mit dem Personalchef einer Bank haben. Kleidung, Frisur, Schmuck, Make-Up – alles sollte zu dir und zu dem gewählten Beruf passen.

Das Gespräch ... ist leider nicht im Detail vorhersagbar. Sicherlich wird man dich fragen, in welche Schule du gehst, welchen Abschluss du anstrebst, ob du schon einmal ein Praktikum gemacht hast, ... . Es gibt darüber hinaus jedoch noch ein paar grundsätzliche Dinge, die Personalchefs von zukünftigen Praktikanten oder Auszubildenden  häufig wissen möchten und über die du dir im Vorfeld Klarheit verschafft haben solltest:

Warum möchtest du gerade in diesem Beruf ein Praktikum/eine Ausbildung  machen?
Warum möchtest du gerade in diesem Betrieb ein Praktikum/eine Ausbildung machen?
Hast du Interessen, Kenntnisse, Fähigkeiten, die zu dem ausgewählten Beruf passen?
Was machst du besonders gerne?

Fragen ... sind natürlich erlaubt. Aber besser erst zum Schluss. Gib zuerst deinem Gesprächspartner die Gelegenheit, dich kennen zu lernen. Erst dann solltest du selbst Fragen stellen, die den Betrieb oder das Praktikum/die Ausbildung betreffen.

Zum Beispiel:
Wo würde ich überwiegend eingesetzt ?
Würde ich mehrere Abteilungen kennen lernen?
Wie wären meine Arbeitszeiten?
Wenn Sie eine Zusage bekommen, können Sie natürlich auch konkretere Fragen stellen:
Wann, wo und bei wem soll ich mich am ersten Praktikumstag melden?
Muss ich vor dem Praktikum eventuell ein Gesundheitszeugnis oder den Nachweis über bestimmte Impfungen vorlegen? (Wichtig z.B. für Praktika in Krankenhäusern, Kindergärten, Tierarztpraxen !)
Brauche ich eine Sicherheitsausrüstung, die nicht vom Praktikumsbetrieb gestellt wird? (Sicherheitsschuhe müssen z.B. häufig selbst mitgebracht werden, während der Rest der Sicherheitsausrüstung vom Betrieb gestellt werden muss)

Der Gesprächsabschluss ... sollte unabhängig davon, ob du nun mit oder ohne Zu- oder Absage nach Hause gehst, auf jeden Fall freundlich und verbindlich sein. Wenn der Personalleiter odr Chef dir sagt „Ich rufe Sie an", darfst du ruhig fragen „Können Sie in etwa sagen, wann das sein wird?", du solltest ihn aber nicht festnageln.
Manche Chefs – besonders von kleineren und Handwerksbetrieben - geben schon im Vorstellungsgespräch eine Zu- oder Absage. Die Personalleiter größerer Unternehmen haben in der Regel mehrere Bewerber und möchten erst mit allen sprechen, bevor sie sich entscheiden.

Der Eindruck, den ein Bewerber beim Vorstellungsgespräch hinterlässt, wird ganz entscheidend auch von seiner Körpersprache bestimmt. Achte daher auf deine Mimik, Gestik und Körperhaltung. Hier ein paar grundlegende Regeln:

Begrüße deinen Gesprächspartner mit einem sicheren Händedruck - d.h. nicht zu fest und auf keinen Fall zu lasch.
Sitze aufrecht und schaue deinem Gesprächspartner ruhig in die Augen.
Verschränke nicht die Arme und Beine.
Wippe und zappele Sie nicht. Versuche deine Nervosität durch gleichmäßiges Atmen zu überwinden.
Spreche laut und deutlich.
Du darfst ruhig lächeln. Das macht dich sympathischer!